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Fenster-Recycling

Kunststoff ist heute in Deutschland das meist verwendete Material zur Herstellung von Fensterprofilen. Materialeigenschaften wie besondere Witterungsbeständigkeit, Formstabilität auch bei extremen Temperatureinwirkungen, Schlag- und Abriebfestigkeit mit Verwendungsdauern von 50 Jahren und mehr sind Gründe dafür. Zudem sind Kunststofffenster nahezu vollständig wieder verwertbar.

Für die Unternehmen der deutschen PVC-Fensterprofilbranche ist Umweltqualität ein selbstverständliches Stück Produktqualität. Deshalb haben sie sich in der Initiative Rewindo zusammengeschlossen, um gemeinsam und mit Hilfe von Kommunen, Abbruchunternehmen, Entsorgern, Fensterbauern und Architekten die Recyclingquote von Kunststofffenstern weiter zu erhöhen.

Im Rahmen von Modernisierungs- und Neubaumaßnahmen wird in den nächsten Jahren eine Vielzahl von Altfenstern und auch Rollladen aus PVC anfallen. Gleichzeitig hat der Gesetzgeber in Deutschland für die Bereiche Gewerbe- und Siedlungsabfälle neue Rahmenbedingungen geschaffen. So dürfen seit dem 1. Juni 2005 keine unbehandelten Abfälle mehr auf den Deponien abgelagert werden. Das hat Auswirkungen auf die Entsorgungskosten und auch auf den Umgang mit ausgebauten Kunststofffenstern. Deren Recycling macht Sinn, denn zu den positiven Produkteigenschaften von Fenstern oder Rollladen aus PVC gehört deren nahezu vollständige Wiederverwertbarkeit. Deshalb hat Verwertung auch Vorrang vor Verbrennung. Ein Prinzip, auf das sich die europäische PVCBranche unabhängig von gesetzlichen Regelungen in Form einer freiwilligen Selbstverpflichtung längst verständigt hat. Die Grundsätze und Ziele dieser Freiwilligen Selbstverpflichtung sind in der Vereinbarung „Vinyl 2010" festgeschrieben.

Vinyl 2010 ist ein auf zehn Jahre angelegtes Programm. Dabei werden folgende Bereiche berücksichtigt:
> PVC-Herstellung
> Additive - Weichmacher und Stabilisatoren
> Abfallentsorgung
> Sozialer Fortschritt und Dialog
> Management-, Überwachungs- und Finanzierungsplan

In der Selbstverpflichtung bekennen sich die Hersteller und Verarbeiter von PVC zu den Grundsätzen des „Responsible Care" und benennen konkrete Ziele auch für das Kunststofffenster-Recycling. In Europa sollten zum Beispiel bis Ende 2005 genau 50 Prozent der erfassbaren, verfügbaren Menge von Abfällen aus alten PVC-Fenstern (einschließlich Rollladenprofilen) werkstofflich verwertet werden. Aufgabe der Ende Juni 2002 gegründeten Rewindo GmbH ist es, die Umsetzung der Ziele der Selbstverpflichtung in Deutschland zu organisieren und zu dokumentieren. Gesellschafter von Rewindo sind die führenden deutschen Kunststoffprofil-Produzenten:
aluplast GmbH, Gealan Fenster-Systeme GmbH, Inoutec GmbH, profine GmbH mit den Marken KBE, Kömmerling und Trocal, Salamander Industrie-Produkte GmbH mit den Marken Salamander und Brügmann, Schüco International KG, Tönsmeier Kunststoffe GmbH und VEKA AG.

Zusammen mit den Recycling-Partnern Tönsmeier Kunststoffe und VEKA Umwelttechnik hilft Rewindo bei der Lösung technischer und logistischer Fragen und erstellt für Deutschland einen zertifizierten Mengenstromnachweis. Die europäische Zielvorgabe von 2005, eine Recyclingquote von 50 Prozent zu erreichen wurde übertroffen. Doch bis zur Erreichung einer nahezu hundertprozentigen Wiederverwertung von Altfenstern aus Kunststoff ist es noch ein langer Weg. Deshalb intensiviert die Rewindo ihre Aufklärungs- und Servicearbeit mit Mailings, Anzeigenschaltungen, Broschüren und persönlicher Informationsvermittlung.

„Wir müssen aus der Recyclingfähigkeit und dem tatsächlich erfolgten Recycling von Altfenstern aus Kunststoff einen Wettbewerbsvorteil machen, der der Branche hilft und der Umwelt auch", so Rewindo-Geschäftsführer Michael Vetter, „denn nachhaltig zu wirtschaften, ist ein Gebot von heute für die Märkte von morgen."

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